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Zur Zeitung Leseprobe
edition selene zeitung
Format: 21 x 30 cm
68 Seiten
geheftet
Preis pro Einzelheft:
Euro 4.40
Preis für Jahresabo (mind. vier Ausgaben):
Euro 18.90
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(bitte angeben ob Einzelheft oder Abo)
Editorial
 
Die edition selene, bekannt für ihre unprogrammatische Linie und die hohe Qualität ihrer literarischen Produktionen - nicht zufällig sind in den letzten sechs Jahren aus den Reihen der bei selene publizierten Autoren zwei Ingeborg-Bachmann-Preisträger gekommen -, hat in ihrem achtjährigen Bestehen frischen, unkonventionellen Wind in die österreichische Literatur- und Verlagsszene gebracht. Daß wir uns nun entschlossen haben, viermal jährlich eine Zeitung herauszugeben, ist als Erweiterung dieser Verlagsarbeit zu verstehen. Es ist unser Ziel, frei von inhaltlichen und formalen Vorgaben Ausschnitte aus den
Gedanken- und Lebenswelten von Autoren vorzustellen, in Form von literarischen Texten, Essays, Interviews und kulturpolitischen Standpunkten. Wir übernehmen keine Verantwortung für den Inhalt, dazu sind unsere Autoren durchaus selbst in der Lage.
Inhaltlich haben wir, auch um der Verwechslung mit herkömmlichen Literatur- und Kulturzeitschriften vorzubeugen, weitgehend auf literarische Originaltexte verzichtet. Diese Zeitung ist der Versuch, das - weitgehend unbemerkt - in den letzten acht Jahren Gewachsene einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Bekannt wurden ja nur einzelne, wie zuletzt Michael Lentz; das Umfeld, aus dem diese Autoren und Bücher stammen, wurde jedoch nie wahrgenommen. Immerhin: Es sind über 80 Autoren, die von der edition selene betreut werden, und was sie zu sagen haben, geht weit über die Abgeschlossenheit einer literarischen Produktion zwischen zwei Buchdeckeln hinaus.
Das schließt aber die Publikation von literarischen Originaltexten, Lyrik wie Prosa, in den nächsten Heften nicht aus.
Die Redaktion
 
 
Inhalt
 
Richard Brem & Andreas L. Hofbauer
Eine Apologie des Geldes
 
Thomas Hoeps
Berlin! Berlin! Ich kann es nicht mehr hörn!
Über die (Metropolen?-)Literatur in den Zeiten der Hauptstadtkultur
und eine rheinische Mentalitätsopposition

 
Norbert Nieman
Michael Lentz: Laudatio
 
Christian Loidl
Wo sich die Juden den Vergaser richten lassen
 
Martin Krenn & Oliver Ressler
Dienstleistung: Fluchthilfe
 
Matthias Schamp
Schlechte Verstecke
 
Günther Jacob
Nichtstaatliche Nationalkultur
Zur "Neuen deutschen Popliteratur"

 
Winfried Gindl
Parallelaktion - jetzt neu
Österreich in Zeiten der Künstlersozialversicherung. Eine Elegie

 
Gerhard Ruiss
Der Österreichische Ernst-Jandl-Preis oder: Gleich hobeln oder gleichhobeln
 
Helmuth Schönauer
Ein Dichter, schmatz, speichel, möchte' ich sein!
Sommerfernsehen in Österreich

 
Interview mit Gerhard Ruiss von Gabriele Petricek
Die österreichische Verlagsförderung
 
Gerhard Jaschke
Der größte Künstler der Welt
 
Thomas Edlinger & Fritz Ostermayer
Der grausam verhinderte Peter-Handke-Spezialsumpf
 
Peter Lamborn Wilson
Das Adlernest
 
Oliver Marchart
"Glück und Spaß - wie leicht bricht das"
Das studentische Bewußtsein im Zeitalter der Massenbohemisierung

 
Michael Bertrand
Der Verlust der Vielfalt
Vom Ursprung und Untergang der Homöopathie

 
FILM:
coop 99
L'Humanité
Hörst du das weiße Rauschen?
Lovely Rita
Der Wackelatlas
Coopmonolog

 
Leopold Federmair
Spaß & Haß